Wertpapierforum 2017

Harmonische Geldanlage in zinslosen Zeiten

VR-Bank in Südniedersachsen informiert über erfolgreiche Geldanlagestrategien

Folkert Groeneveld begrüßte die anwesenden Kunden.

Was haben eine Anlagestrategie und eine Sinfonie gemeinsam? Eine Sinfonie ist durch unterschiedliche Sätze und Tempi gekennzeichnet. Der Komponist verleiht der Sinfonie mit Andante die ruhigen Momente und mit Allegro die schnellen Teile des Stücks und erreicht dadurch einen harmonischen Klang. Und so ist es in der Geldanlage ebenfalls. Nur durch die Strukturierung verschiedener Anlageformen lässt sich eine ausgewogene Rendite erzielen. Auf den Punkt gebracht: Die richtige Mischung macht es!  Im Rahmen des jährlichen Wertpapierforums verband die VR-Bank in Südniedersachsen eG musikalische Harmonien mit Informationen über Möglichkeiten und Strategien im Fonds- und Aktiengeschäft.

Nach einer thematischen Einstimmung durch Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank in Südniedersachsen eG, übergab er die Moderation des Abends an Andrea Wiehen, Vermögensbetreuerin der VR-Bank. Als Geldanlageexperten konnte die VR-Bank Björn Drescher, Kenner der Fondsbranche und Geschäftsführer der Drescher & Cie Gesellschaft für Wirtschafts- und Finanzinformation sowie Christian Kahler, Chefanlagestratege des genossenschaftlichen Spitzeninstituts, der DZ Bank, gewinnen.

Investmentfonds-Experte Björn Drescher.

„Fonds mit anderen Augen sehen“ ist der Leitsatz Dreschers. Bildhaft veranschaulichte er, warum es den deutschen Anlegern so schwer fällt sich von dem geliebten Sparbuch als Geldanlage zu trennen. Ein Sparbuch erwirtschaftet bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro heutzutage nur noch einen Euro Zinsen. Je nach Anlagestruktur kann ein Investmentfonds das bis zu Einhundert fache an Ertrag erzielen. Drescher zog einen Vergleich zwischen einem Investmentfonds als Rennwagen und dem Sparbuch als Klapperkiste und stellte offen die Frage: „Wollen Sie einen Rennwagen oder eine Klapperkiste fahren?“.

Eckhardt Fangmeier richtet eine Frage an die Referenten.

Die deutschen Anleger sind mit einer Sparquote von 10 % Weltmeister im Sparen. Das durchschnittliche Netto-Vermögen eines deutschen Haushalts beträgt laut einer EZB-Studie 60.800 Euro, eines französischen Haushalts jedoch 113.300 Euro – Auch eine Konsequenz aus dem deutschen Anlageverhalten. Sie legen ihr Geld zu konservativ an, denn sie sparen, bilden aber kein Vermögen. Investieren statt Sparen bedeutet:  Mit regelmäßigen Sparraten in einen Aktienfonds Chancen nutzen, um höhere Renditen zu erzielen. „Im momentanen Zinsumfeld bietet das kontinuierliche Aktienfondssparen eine attraktive Alternative“,  so Drescher. Der Anleger vermeidet durch den Cost-Average-Effekt Fehler bei der Wahl des Einstiegszeitpunktes.

Christian Kahler ging in seinem Vortrag auf die volkswirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre ein und zeigte die Wertentwicklung der europäischen und weltweiten Aktienmärkte. Sein Fazit: Kurzfristig mag es zu Kursschwankungen am Aktienmarkt kommen, mittel- bis langfristig ist der konjunkturelle Aufwärtstrend intakt.

Im Anschluss an die Vorträge stellten sich die Referenten in einer Talkrunde gemeinsam mit Folkert Groeneveld den Fragen der VR-Bank-Kunden.

„Das Wertpapierforum ist für uns in jedem Jahr eine besondere Veranstaltung. Mit der Mischung aus Expertenwissen und Unterhaltung dirigieren wir unseren Kunden durch die Welt der Geldanlagemöglichkeiten. Individuell komponieren unsere Berater gemeinsam mit den Kunden Tag für Tag die richtige Anlagestrategie. Damit treffen wir den richtigen Ton in diesem Niedrigzinsumfeld“, resümierte Folkert Groeneveld am Rande der Veranstaltung.

Christian Möller, Komponist und Musiker aus Hann. Münden, rundete die Veranstaltung mit seiner musikalischen Begleitung am Piano ab.