Wertpapierforum 2019 in Dransfeld

Unter dem Motto „Über die Vergangenheit gewachsen – für die Zukunft aufgestellt“ stand das diesjährige Wertpapierforum, zu dem die VR-Bank ihre Kundinnen und Kunden aus den Marktbereichen Dransfeld/Groß Schneen und Hann. Münden/Staufenberg in die Hauptgeschäftsstelle in Dransfeld eingeladen hatte.

Nach einem Imbiss begrüßte Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, die über 120 Interessierten im voll besetzten Veranstaltungszentrum.

„Früher haben die Menschen geglaubt, ohne zu wissen. Heute wissen wir jede Menge und glauben es aber nicht“

Die VR-Bank feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ging Groeneveld auf die Rechtsform der „Genossenschaft“ ein und erläuterte, dass diese moderner und nachhaltiger ist denn je.

Mit der Feststellung: „Früher haben die Menschen geglaubt, ohne zu wissen. Heute wissen wir jede Menge und glauben es aber nicht“ schaffte Groeneveld den Übergang zu den Themen der Finanzwelt. Denn: „Dass die Zinsen bei Null angekommen sind, wissen wir alle, wollen aber nicht glauben, dass durch die Inflation eine reale Geldentwertung bei Guthaben auf Spar- und Tagesgeldkonten stattfindet. Ein Umdenken bei der eigenen Vermögensanlage ist wichtiger denn je – ein interessanter Aspekt ist hierbei das Thema Nachhaltigkeit“, so Groeneveld.

Folkert Groeneveld (Vorstandsvorsitzender)

„Deutschen Nachhaltigskeitspreis 2019“

Grund genug für die VR-Bank, das Unternehmen „Symrise“ aus Holzminden einzuladen, welches als nachhaltigstes Großunternehmen mit dem „Deutschen Nachhaltigskeitspreis 2019“ ausgezeichnet wurde. Zum Thema „Stärken entfalten, Ressourcen entwickeln“ referierten Tobias Erfurth, Symrise - Head of Investor Relations, und Jan Eckhardt, Symrise – Marketing Director BU Sweet EAME, sehr anschaulich und gaben interessante Informationen  über das M-Dax Unternehmen an die Gäste weiter.

Die Symrise AG ist ein globaler Anbieter von Duft- und Geschmackstoffen, kosmetischen Grund- und Wirkstoffen sowie funktionalen Inhaltsstoffen und zählt im Bereich der Duft- und Geschmackstoffindustrie zu den Nachhaltigkeitspionieren. Zu den Kunden gehören u. a.
Parfum-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie die pharmazeutische Industrie. „Pro Tag kommen Sie 60 – 80 mal mit Produkten in Kontakt, zu denen Symrise Zusatzstoffe geliefert hat“, so Jan Eckhardt.

Der Bedarf an natürlichen und nachhaltig produzierten Rohstoffen wächst, wobei diese durch den Klimawandel und den Rückgang der Artenvielfalt gefährdet sind. Symrise nutzt seinen großen Hebel nicht nur, um biobasierte Rohstoffe für den eigenen Bedarf zu sichern, sondern schützt gleichzeitig die bedrohten Ökosysteme durch ein übergreifendes Nachhaltigkeits-management, das in alle Kernprozesse des Unternehmens implementiert wurde.

Bei etwa 10.000 Rohstoffen für über 30.000 verschiedene Produkte setzt das Unternehmen größtenteils auf pflanzliche Ausgangsmaterialien, die aus unterschiedlichen Ökosystemen stammen und basierend auf der von Symrise definierten Biodiversitätsagenda geschützt werden.

Symrise sieht sich mit seiner großen Geschäftsdynamik und vielversprechenden Produkten bereits gut aufgestellt. Geplant ist ein weiterer nachhaltiger Ausbau des Geschäfts in den Anwendungsbereichen außerhalb der traditionellen Aromen und Duftstoffe. Hier erhofft sich das Unternehmen einen attraktiven und robusten Wachstumsmarkt getrieben durch steigende Bevölkerung und Urbanisierung. „Der Fokus liegt hier auf beschleunigtem Wachstum mit hoher Profitabilität“, so Tobias Erfurth.

„Profitabilität und Nachhaltigkeit beim Geld anlegen müssen heute keine Gegensätze mehr sein

Auch in der Finanzwelt ist das Thema Nachhaltigkeit längst keine Modeerscheinung mehr. Das Universum nachhaltiger Anlagemöglichkeiten wächst stetig. Immer mehr Anleger erkennen den Nutzen nachhaltiger Investments, die zudem noch mit Rendite überzeugen. Unter dem Titel „Zukunftsfähigkeit durch nachhaltiges investieren“ informierte anschließend Florian Sommer von der Union Investment aus Frankfurt.

„Profitabilität und Nachhaltigkeit beim Geld anlegen müssen heute keine Gegensätze mehr sein", so Sommer. "Nachhaltigkeit kann sich beispielsweise für Anleger sowohl bei den Erträgen als auch im Hinblick auf die Schwankungen rechnen. Denn Investitionen in Unternehmen, die ihr Geschäft nachhaltig, also vorausschauend und langfristig ausrichten, können weniger wirtschaftlichen Risiken unterliegen“, bestätigte Sommer weiter.
Sparer und Anleger suchen in Zeiten von „Null-Zinsen“ nach Anlagealternativen.  „Wenn Sie bei Ihrer Geldanlage Renditechancen mit Nachhaltigkeit kombinieren wollen, sind sogenannte Multi-Asset-Fonds interessant. Das sind moderne Anlagekonzepte, die über verschiedene Anlageklassen und -instrumente viele Ertragsquellen erschließen und gleichzeitig für eine breite Streuung sorgen“ so Sommer abschließend.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher die Möglichkeit, Fragen an die Fachleute zu stellen. Bei anregenden Gesprächen ließ man das Wertpapierforum ausklingen mit dem Ausblick, diese gelungene Veranstaltung auch im kommenden Jahr zu wiederholen.